Tutorial

Der problembehaftete Drucker

Tinprin ist der Hauptakteur unserer Augmented Reality-Anwendung. Alle Augen sind auf diesen TINtenstrahl-PRINter gerichtet – sowohl mit als auch ohne die Microsoft HoloLens.

Wie jeder andere Tintenstrahl-Drucker, kann auch Tinprin von drei Sachen nie genug bekommen: Strom, Tinte und Papier. Sobald eines dieser Güter nicht verfügbar ist, streikt Tinprin. Nichts geht mehr. Als Druckauftraggeber befinde ich mich in einer unbequemen Problemsituation. Bei einer leeren Patrone stellt sich mir die Frage, wie wechsle ich die Tintenpatrone? Staut sich das Papier im Drucker, frage ich mich, wie behebe ich den Papierstau?

Wie hilft da die Microsoft HoloLens?

Um mit meinen Fragen nicht alleine gelassen zu werden, setze ich die Microsoft HoloLens auf. Das ist für mich viel entspannter als nach der Betriebsanleitung zu suchen und die Vorgehensweise nachzulesen. Mit der Augmented Reality-Brille auf dem Kopf stehe ich vor Tinprin – dem realen Drucker. Die HoloLens erkennt ihn und projiziert ein Menü in mein Blickfeld. Dort kann ich auswählen, ob ich die Patrone wechseln oder den Papierstau beseitigen möchte. Die zu meiner Problemsituation passende Schritt-für-Schritt-Anleitung wird neben einer Animation eingeblendet, die in Dauerschleife läuft. Das was sich da vor meinen Augen abspielt gibt mir präzise Hilfestellung. Und das beste daran – ich habe beide Hände frei und kann parallel arbeiten, bis Tinprins Problem endlich gelöst ist.

Im Folgenden siehst Du Ausschnitte aus unserer ersten eigenen Augmented Reality-Anwendung. Hat man die Microsoft HoloLens auf dem Kopf, sieht man die Elemente der Prozessführung gestochen scharf – das Menü, den Text, die Animation. Dass die beiden Videos ein bisschen grieselig sind, liegt nur an der begrenzten Datenübertragungsrate der Microsoft HoloLens.


Gerade keine HoloLens zur Hand?

Das macht nichts. Du kannst auch ohne die Microsoft HoloLens damit anfangen, eigene Augmented Reality-Anwendungen zu entwickeln. Das folgende Tutorial mit zahlreichen Screenshots und Screencasts hilft Dir dabei, die benötigte Hardware (Schritte 1 bis 4) und Software (Schritte 5 bis 10) einzurichten.